Klimawandel

Sommersemester 2007
Projekt 18 SWS | 20 Credits
Visuelle Kommunikation

Dipl.-Des. Götz Greiner und Gäste

Auf dem Klimagipfel wird das "Top-Thema" heiß diskutiert, denn das Wohlergehen der Menschheit steht auf dem Spiel. Nicht einmal die Politiker leugnen es mehr: Das Klima spielt verrückt. Wir wissen Bescheid, fürchten uns vielleicht, und trotzdem scheint es niemanden etwas anzugehen – weder den Manager, dessen Fabrik CO2 in Rekordhöhe ausstößt, noch den Betuchten, der den 3-Liter-Lupo in der Garage des Nachbarn durchaus chic findet, selbst aber lieber dem erotischen Dröhnen seines SUV (Sports Utility Vehicle) lauscht, noch die Mitbürger, denen angeblich das Geld für umweltbewusstes Handeln fehlt. Umweltschutz rentiert sich nicht, ist "out" und macht überhaupt keinen Spaß. Und wir? Wir fühlen uns ohnmächtig, aber mit den Händen in den Hosentaschen.

Die Medien reden von einer "Klimakatastrophe". Der Begriff ist verwirrend, denn wir werden uns nicht von heute auf morgen in tropischen Verhältnissen oder einer neuen Eiszeit wiederfinden. Der Prozess ist schleichend, fast unmerklich. Schmelzen der Polkappen, Anstieg des Meeresspiegels, Verschiebung der Jahreszeiten, Wetterextreme, … – die möglichen Folgen sind vielfältig und schwer exakt vorhersehbar. Einige Theorien bezweifeln gar die Existenz der globalen Erwärmung. Dabei ist längst klar: Der Mensch zerstört seine eigene Lebensgrundlage, denn wenige °C mehr genügen, um das ökologische Gleichgewicht vollends durcheinander zu bringen.
Die Nutzung fossiler Brennstoffe, deren Resultat eine immense Konzentration von Kohlendioxid in der Luft ist, müsste auf ein Minimum reduziert werden, um die Erwärmung der Erde zu stoppen, jedoch steigt die Verwertung weltweit noch immer kontinuierlich an. Nicht minder schwere Probleme sind freigesetzte Treibgase (FCKW) und großflächige Entwaldung; ebenso aber die Attitüde der Allgemeinheit gegenüber ihrer eigenen Existenz. Weder das Verlangen eines unzweifelhaften Beweises ("Wird schon alles nicht so tragisch sein…"), noch das Abwälzen der Problematik auf andere Länder ("…, die ja noch viel schlimmer sind als wir") sind konstruktiver Natur.

Daher sind wir, als Künstler und Gestalter, als Menschen, die sich nicht mit der allgemeinen Lethargie des Nichtstuns zufrieden geben, sondern zukunftsorientiert denken und zum Denken anregen wollen, gefragt, intelligent, eindringlich und provokant Stellung zu beziehen. Unser Ziel: Aufrütteln, Motivieren, Verstören – Wattebausch ade.

Teil 1 – Einzelkämpfer: freie Fotoserien / Bewegtbilder,
Teil 2 – Teamwork: Plakate, Aktionen, Spots, Kampagnen.

Geplant sind Vorträge von und Diskussionen mit Experten auf den Gebieten der Klimaforschung, Umwelttechnologie, Automobilindustrie, des Umweltschutzes etc. Auch "Tante Emma" und "Otto Normalverbraucher" kommen zu Wort.

Zeit:

Montags, 13.15 Uhr
Raum 403, Steubenstraße 8
Erster Termin: 05.04.2007 von 10-12 Uhr, Limona

Hinweise:

Einschreibung erforderlich: 3. April 2007 von 12.00-15.00 Uhr
im 1. OG, Geschwister-Scholl-Straße 7
Leistungsnachweis: Note

Bemerkung:

Konsultation: Dienstag, 3. April 2007 von 9.00-12.00 Uhr, Raum 202, Marienstraße 1a

Richtet sich an:

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